Gedanken

Reading Challenges und warum ich meine gelöscht habe

Hallo ihr wilden Leser,

der erste Monat diesen Jahres ist nun vorüber und sicher sind so gut wie alle dabei ihre neue Reading Challenge  zu erfüllen. Auch ich habe die letzten Jahre daran teilgenommen und sogar ein neues Ziel für 2017 gesetzt. Ich hatte mir vorgenommen sage und schreibe 30 Bücher zu lesen. „Nur 30 Bücher?“, denkt ihr euch jetzt? Na klar, für manche mag das nicht viel erscheinen. So haben doch alle anderen Buchblogger oder BookTuber Ziele von 100 oder mehr Büchern im Jahr. Diese Anzahl ist für mich jedoch kaum umsetzbar.

In den frühen Januarwochen hat sich für mich jedoch heraus gestellt, dass ich dieses Jahr bei der Challenge nicht dabei sein möchte. Leider bin ich ein Mensch, welcher sich durch andere sehr schnell beeinflussen lässt. Das heißt, ich wurde in der vergangenen Zeit immer mehr von den schieren Massen an Büchern, welche von andere gelesen wurden, eingeschüchtert. Ich konnte einfach nie mithalten. Und die Reading Challenge hat dem Ganzen nicht beigetragen. Ständig hatte ich im Hinterkopf ich müsste schneller lesen, mehr lesen, wenn möglich dünne Bücher damit ich schnell auf eine hohe Stückzahl komme. Dabei ist das doch totaler Schwachsinn!

Wir lesen um des Lesens Willen – nicht wegen einer bestimmten Anzahl von Büchern. Wer liest mehr? Der der vier Bücher im Jahr mit je 500 Seiten liest oder der der zehn Novellen mit je 100 Seiten liest? Es kommt nicht auf die Anzahl der Bücher an, es kommt auch nicht auf die Seitenzahl an! (Blöder Vergleich, wenn es weder auf das Eine noch auf das Andere ankommt, aber ihr versteht sicher was ich meine) Was zählt ist die Qualität der Bücher, ob man Spaß daran hatte, ob man sich mit dem Buch im Arm auf der Couch einkuschelt weil man es einfach nicht los lassen will. Leider sehe ich, dass immer mehr Leser in den Wahn verfallen viel lesen zu müssen. Dabei muss hier keiner was! Klar gibt es manche, die ein Buch nach dem anderen inhalieren, was auch wirklich toll ist, aber wenn der Spaß dabei verschwindet und man einfach nur an diese bescheuerte Zahl am Ende des Jahres denkt verliert man schnell die Freude am Lesen.

Für mich wird es dieses Jahr, und wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren, keine Reading Challenge mehr geben. Schon jetzt fühle ich mich in meiner Leseroutine sehr viel entspannter und gelassener. Ich habe sogar Spaß daran einen 1000 Seiten Wälzer zu lesen, selbst wenn es mich Monate kosten wird ihn zu beenden!

Vielleicht versucht ihr es auch mal- oder liebt ihr diesen Ansporn? Lasst es mich wissen!

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2 Kommentare zu „Reading Challenges und warum ich meine gelöscht habe

  1. Same here. Allgemein halte ich nicht viel von solchen „Challenges“ aber im letzten Jahr habe ich mich dann doch mal überwunden und mitgemacht. Als ich dann aber zum Ende des Jahres gemerkt habe dass ich mich manchmal zum Lesen gezwungen habe um auf eine bestimmte Anzahl zu kommen hat mir das dann doch zu denken gegeben. Nach einigem Hin und Her habe ich mich dann dazu entschlossen meine Challenge für 2017 sein zu lassen. Lesen sollte nicht zum Wettbewerb werden.

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