Geschriebenes Wort

NaNoWriMo? Update + Tipps

Es ist nun wirklich eine Woche her. Eine ganze Woche seitdem ich den NaNo gewonnen habe. Ihr habt das richtig gehört: Ich habe den NaNo gewonnen! Es sind letztendlich ganze 50.105 Wörter geworden. Vor zwei Monaten schien das noch so weit entfernt und unschaffbar. Aber es hat tatsächlich geklappt. Nach vielen Stunden des Schreibens und des Planens flogen die Wörter wirklich auf das Papier (oder den Bildschirm, je nachdem).

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt. Ich habe festgestellt, dass ich alles viel zu komplex geplant habe, als das alles in die wenigen 50.000 Wörter hinein passen könnte. Mein Plan ist es die Geschichte wirklich fertig zu stellen. Irgendwann das Wort „Ende“ drunter setzen zu können. Ich hoffe ich kann mir diesen Traum erfüllen und das in einer nicht allzu entfernten Zukunft.

An ieser Stelle möchte ich euch ein paar Tipps geben, welche mir beim Schreibprozess wirklich geholfen haben (beachtet aber, dass nicht alles was bei mir funktioniert hat bei euch funktionieren MUSS!):

Dieser innere Kritiker – Schalte ihn ab!

Ja ja, das ist wohl das Erste, was ihr hört oder lest wenn ihr euch mit dem Thema des Schreibens befasst. Aber gerade wenn es um Projekte wie den NaNo geht gibt es nichts besseres. Es fängt damit an, dass ihr einfach das schreibt, worauf ihr Lust habt, wie es euch die Muse gerade zuflüstert – egal ob es gut ist oder nicht. Außerdem wer sagt einem schon was gut oder schlecht ist? Du willst diese Szene schreiben. Wahrscheinlich weil du sie schon lange im Kopf hast oder weil sie einen wichtigen Pfeiler der Geschichte aufbaut. Ob gut oder schlecht, editieren kannst du immer noch, zuerst müssen die Worte auf das Papier. Last but not least ist die gute Rechtschreibung. Was des einen Freude ist, ist des anderen Graus. Ich habe festgestellt, dass ich leider zu der Gruppe der „Viel-Vertipper“ gehöre. Und das korrigieren der Rechtschreibfehler raubt mir ständig so viel Zeit, dass ich es einfach aufgegeben habe. Ihr habt richtig gehört, ich habe meine 50.000 Wörter geschrieben ohne einen einzigen Vertipper zu beseitigen und es was SO befreiend. Natürlich wird es viel Arbeit bei dem Editieren in Anspruch nehmen, aber es hat meinem Schreibfluss unendlich geholfen.

Folge einer Schreibroutine

Dafür ist der NaNo wie gemacht. 1667 Wörter am Tag verlangen danach geschrieben zu werden. Ich habe selbst festgestellt, dass es mit jedem Tag leichter wurde das Schreibprogramm zu öffnen und einfach anzufangen. Es wurde noch einfacher, als ich mir wirklich einen bestimmten Zeitpunkt am Tag aussuchte und zu diesem schrieb. Manche haben andere Routinen und Rituale. Mag es eine frische Tasse des Lieblingstees sein oder aber ein bestimmter „Schreib-Pullover“. Finde etwas, was dir Vorfreude auf das Schreiben bringt und zieht es einfach durch – es wird leichter!

Es ist nicht schlimm, wenn du mal nicht schreibst

Da rede ich hier von der tollen Schreibroutine und nun mache ich euch das Gegenteil schmackhaft. Aber es stimmt, ihr MÜSST nicht jeden Tag schreiben. Manchmal ist eben die Luft raus und ihr braucht mal einen Augenblick zum durchatmen. Aber bleibt an der Geschichte dran! Selbst wenn ihr nur an die Geschichte denkt, Szenen im Kopf durchgeht oder plottet – Ihr seid somit stets im kreativen Prozess.

Aber wenn du schreibst, dann lass dich nicht davon abhalten!

Oh der gute Schreibfluss, wenn die Finger nur so über die Tasten rasen und die Wörter kraftvoll heraus sprudeln. Es gibt nichts besseres, kein erleichterndes Gefühl. Diese Erschöpfung danach, der leere Kopf und diese Zufriedenheit sind einfach das Beste. In dem Atemzug möchte ich euch auch bitten euch nicht einschränken zulassen. Schreibt wann und wo ihr wollt. Egal ob Laptop, Notizbuch oder Papierserviette.

Es ist okay zu klauen

Die Königin der Autoren – Maggie Stiefvater – sagte einmal, dass sie im Grunde genommen nichts anderes als ein Dieb ist. Und es ist wahr. Wir Schriftsteller sind nichts anderes als Diebe, welche sich aus Kleinigkeiten etwas großes basteln. Beobachtet eure Umgebung genau, sammelt kleine Dinge zusammen, welche vielleicht erst einmal unscheinbar scheinen, aber der Geschichte dann doch einen gewissen Pepp geben. Ich möchte nicht sagen, dass ihr die Ideen von anderen Schriftstellern klauen sollt, sondern seht euch vielmehr die Technik anderer Autoren an. Natürlich kommt es dann dazu, dass ihr vielleicht den Schreibstil eines Autors kopiert. Meiner Meinung nach hilft das jedoch um euren eigenen Schreibstil zu entwickeln. Testet was für euch funktioniert, was sich richtig und gut anfühlt. Habt keine Angst dabei hier und da ein Wort-Niffler zu sein!

Es gibt sicher noch viel mehr Tipps welche ihr online oder aber auch offline in Sachbüchern zum Thema finden könnt. Letztendlich kommt es darauf an, was bei euch funktioniert. Und selbst wenn kein einziger dieser Tipps euch beim Schreiben hilft dann denkt immer daran – Hauptsache ihr schreibt!

Bis dahin verabschiede ich mich erst einmal. Frohes Weiterschreiben!

 

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