Geschriebenes Wort

Gründe des Scheiterns und ein kleines Exzerpt

Vor über einem Monat war ich Feuer und Flamme für den NaNoWriMo. Heute, über einen Monat später, kann ich leider nur sagen, dass ich nicht durchgehalten habe. In den ersten Tagen lief alles noch super. Ich habe mein Pensum eingehalten und am Wochenende aufgeholt, wenn ich es einmal doch nicht tat. Aber dann haben mich die Uni und mein Aushilfsjob im Buchladen vollkommen eingenommen. Ich hatte weder die Motivation, noch Ideen um weiter zu schreiben. Dieser Bruch tat meiner Geschichte nicht gut. Es war eine einzige Qual weiter zuschreiben, dabei war es doch meine eigene Schuld! Hier zeigte sich, dass ich wirklich nicht gut vorbereitet war. Ich kannte meine allgemeine Richtung, diverse Schlüsselszenen, aber die wichtigen Puzzle-stücke welche alles zusammenführen sollten fehlten einfach.

 

Mir liegt „Herzenslinie“ immer noch so sehr am Herzen. Besonders ein Charakter hat es mir so angetan, dass ich über ihn manchmal einfach so nachdenke. Ich bin mir sicher, dass ich es nächstes Jahr wieder versuchen werde. Vielleicht sogar mit derselben, aber überarbeiteten Geschichte. 11.454 Wörter sind es letztendlich geworden. Deswegen dachte ich mir, dass ich ein paar von denen mit Euch teilen sollte. Viel Spaß dabei!

Die Wellen schlagen gegen die Klippen. Hart und weich, ein Kontrast welcher erschreckt und zugleich beruhigt. Es gibt viele Menschen, die die Kraft des Meeres lieben. Sich danach verzehren doch nur ein Teil davon zu sein, was das Meer bieten kann. Wie es innerhalb von Sekunden aufbraust, mit aller Macht sich seinen Weg durch alle Hindernisse bahnt und dann..Ruhe. So schnell es kommt ist es auch wieder vorbei. Ich stehe hier, mitten am Ende der felsigen Wand, mit dem brausenden Meer unter mir und nichts als dem sternenbefleckten Himmel über mir. Die scharfe Kante des grauen Gesteins bohrt sich in meine Fußsohlen, der Wind sucht sich den Weg durch meine Haare. Ein Lächeln erscheint auf meinen Lippen als ich beides so klar spüren kann. Es scheint mir manchmal so, als sei dies alles was ich je brauchen werde. Ich bin verführt einen Schritt nach vorn zu treten, mich fallen zu lassen in das kalte Blau. Doch ich bleib stehen, genau hier, ich nehme alles in mich auf was ich kann. Selbst wenn, das Wasser würde mir nichts tun. Es könnte mir nichts tun. Ich würde rein und unbeschwert wieder hinaustreten. Mein Körper würde sich an die Strömungen schmiegen und meine Lunge würde ruhig darauf warten bis ich wieder Luft bekam und mir mit einem heißen Brennen danken. Das Wasser ist mein zweites Ich, mein drittes Auge, welches mir den Blick in die dunkle, tiefe und stürmische Seele der See verschafft.

Nichts kann mich oder das Wasser aufhalten

Diese wilde und selige Kraft.

Nichts kann meine unerschütterte Liebe erlöschen.

Ich bin wasseraffin.

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